Die Pandemie ist vorbei, und wir dürfen Ihnen endlich wieder eine besondere Benefiz-Veranstaltung anbieten: Zwei meisterhafte Musiker – der Organist Claus Bantzer und der NDR-Bigband-Saxofonist Fiete Felsch – werden in der stimmungsvollen Hamburger Kirche St. Johannis-Harvestehude gemeinsam musizieren und improvisieren. Dieses Konzert zugunsten demenzkranker Kinder verspricht für alle Musikfreunde ein wunderschönes Klang-Erlebnis zu werden.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie kommen können – und bringen Sie gern Ihre Freunde und Bekannten mit.

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir Sie herzlich zu einem geselligen Beisammensein in das Gemeindehaus – gleich gegenüber der Kirche – ein.

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Tickets sind außerdem an allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich.


Fiete Felsch wurde in Herford geboren und besuchte das Johanneum zu Lübeck. Bei Herb Geller studierte er in Hamburg Saxofon. 1987 gehörte er zu den ersten Mitgliedern des Bundesjazzorchesters unter Leitung von Peter Herbolzheimer. Ab 1989 war er Stipendiat an der University of North Texas. In den USA wurde er 1990 mit dem Saxofonpreis der Northern American Saxophone Alliance und als „most outstanding student in jazz studies“ ausgezeichnet. Er gründete das Quintett Fiete Felsch Group, das sich der Musik der Brüder Cannonball und Nat Adderley widmet.

1995 wurde er Erster Altsaxofonist der NDR Bigband. Felsch spielte auf verschiedenen Plattenaufnahmen mit, darunter beim Album Wünsche von Hannes Wader, Der Weihnachtskrug (2002) von Manfred Krug oder Fortpflanzungssupermarkt (2007) von Die Zimmermänner. Neben der Zusammenarbeit mit Musikern wie Al Jarreau, George Gruntz, Albert Mangelsdorff oder Nils Landgren trat er als klassischer Saxofonsolist auf, unter anderem beim Schleswig- Holstein Musik Festival und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Seit 1999 ist Felsch Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Dort lehrt er Saxofon und Improvisation.

Claus Bantzer wurde 1942 in Marburg in eine Künstlerfamilie geboren (sowohl Vater als auch Großvater Carl Bantzer waren Maler). Sein älterer Bruder Christoph Bantzer ist Filmschauspieler. Bantzer begann sein Studium von Klavier, Orgel und Dirigieren an der Hochschule für Musik, Frankfurt am Main. Er setzte sein Studium an der Hochschule für Musik, Hamburg fort, wo er Orgelschüler von Heinz Wunderlich wurde. Gleichzeitig war er dessen Assistent an St. Jacobi.

Von 1975 an war Bantzer Organist, später Kirchenmusikdirektor an St. Johannis Harvestehude in Hamburg, wo er u.a. den Kirchenchor von St. Johannis leitete. 1980 gründete und leitete er den Harvestehuder Kammerchor. Als Dirigent arbeitete Bantzer seit 1986 mit der Hamburger Camerata zusammen.

1999 startete er die Musikreihe Kreuzungen – Musik verwoben, in der er verschiedene Kunstformen (Tanz, Malerei, Literatur oder Film) mit eigenen Improvisationen verband. An der Reihe waren unter anderem der Choreograph John Neumeier und der Schriftsteller Hamid Skif beteiligt. Dabei bezog er auch Jazzmusiker wie Leszek Zadlo oder Warnfried Altmann ein, mit denen er auch Aufnahmen einspielte.

Als Komponist von Filmmusik arbeitete Bantzer besonders intensiv mit den Regisseuren Peter Lilienthal, Doris Dörrie, Jan Schütte und Tevfik Baser zusammen. In der Filmbiografie Heinrich Heine, in der sein Bruder die Titelrolle spielte, hatte er eine kleine Nebenrolle als Frédéric Chopin.
2008 wurde Bantzer aus dem Kirchendienst pensioniert, und gab die Leitung des Kirchenchors an seinen Nachfolger im Amt ab. Den Harvestehuder Kammerchor leitete er noch bis 2017.